11.12.2008 Markwalder gewinnt das Militärradrennen im Zürcher Hallenstadion

 

Erneuter Sieg beim Zürcher 6-Tagerennen nach dem Sieg bei der Premiere im 2006 und dem 2. Platz im 2007

Der Letzte war wieder der Erste
Der Weinfelder Mitfavorit Daniel Markwalder war am Zürcher Sechstage-Rennen mit dem Militärrad erneut nicht zu schlagen.
Oerlikon – Als Side-Event zu den Radprofis war am Starttag des 52. Zürcher Sechstage-Rennens auch Platz für die Militärradfahrer. 23 starteten zu den drei Prüfungen, darunter Daniel Markwalder (Weinfelden), Daniel Reich (Kreuzlingen), Ernst Bosshard (St. Margarethen), Ivo Vogt (St. Margarethen) sowie Bruno Goldinger (Rickenbach). Und der mit der Nummer eins angetretene Markwalder – im Vorjahr von Guido Rüber auf den Ehrenplatz verwiesen – bewies einmal mehr seine Klasse mit dem 27 Kilogramm schweren «Göppel» und triumphierte wie 2006. Und dies mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 50 km/h für die letzte Runde.
«Natürlich bin ich glücklich und zufrieden. Jetzt werden wir im Innenraum noch etwas feiern», strahlte der Thurgauer. Als Anerkennung für diesen Triumph gab es nebst Blumen und Medaille auch etwas Sold. Gerade gut so viel, dass das bezahlte Startgeld von 90 Franken wieder hereinkam. Die Feier dauerte dann bis in die Frühe. Deshalb nahm Markwalder gestern die Arbeit für einmal halt erst etwas später auf als üblich.

Markwalder sparte Kräfte

Das Punktefahren begann für Markwalder optimal, holte er sich doch gleich den ersten Teilerfolg. Weil er auch in den übrigen Wertungen mit den Rängen 2, 3 und 2 stets sicher punktete, war ihm die Final-Teilnahme für die besten Sechs bereits sicher. Logisch, dass der Kronfavorit gut gelaunt war: «Mit dieser Taktik hatte ich bisher immer Erfolg. Jetzt kann ich im Ausscheidungsfahren Kräfte sparen. Irgendwann werde ich mich je nach Verlauf etwas nach hinten fallen lassen und halt ausscheiden.»

Als Achtletzter stieg er dann wie erwartet aus dem Rennen und hatte so etwas mehr als eine gute Stunde Ruhezeit. Anders ging der Kreuzlinger Daniel Reich an diese Aufgabe heran. Er holte sich den Sieg vor Peter Kuhn. Für diesen Effort musste Reich aber im Final bitter büssen, denn es reichte ihm nur zur fünftbesten Zeit. Kurz vor Mitternacht begann der Akt dieser wohl weltexklusiven Sportart im Militär-Tenü. Das gut gelaunte Publikum fand sichtlich Vergnügen daran, obwohl es diesmal überhaupt keine Stürze gab, was für die Fahrer sprach.
Die sechs Finalisten absolvierten neu einzeln drei Runden. Erst in der letzten wurde die Zeit genommen. Mit den ungelenken Rädern auf dem Holzoval zu kurven, ist speziell in den beiden Steilwandkurven mit einer maximalen Neigung von 51 Prozent gar nicht so einfach. «Wir müssen mindestens eine Grundgeschwindigkeit von 30 km/h aufweisen, damit wir mit der kurvenäusseren Pedale nicht auf der Piste streifen», erklärte Markwalder.
Der Showdown war bestens programmiert, denn der Thurgauer kam als Letzter zum Einsatz und war am Schluss doch der Erste. In 14,36 legte er die 200 Meter zurück. Nicht ganz mithalten konnten Peter Kuhn (14,76/Oberuzwil) und Peter Kohler (15,30/Kleindöttingen).

RUEDI STETTLER, THURGAUER ZEITUNG VOM 13.12.2008

Weitere Berichte zum Download:

1. Sixdays-Newsletter vom 11.12.08

2. Bericht Thurgauer Zeitung vom 13.12.08
3. Interview im Radio Top (mp3-Datei)
4. Kreuzlingen Nachrichten vom 18.12.08

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